Brot
Neun Sorten täglich. Roggenmischbrot und Bauernkruste laufen im 24-Stunden-Sauerteig, das Dinkelvollkorn kommt ganz ohne Hefe aus. Freitags zusätzlich Walnussbrot.
Handwerksbäckerei in Essen, seit 1954 in Familienhand. Eigener Sauerteig, 18 bis 24 Stunden Gare, keine Backmischungen. Wenn wir um sechs aufschließen, ist das erste Brot seit zwei Stunden aus dem Ofen.
Sonn- und feiertags frische Brötchen
Alles wird hier gebacken, in der Backstube hinter dem Laden. Was abends übrig ist, geht am nächsten Tag als Brotchips über die Theke oder an den Hof am Stadtrand — weggeworfen wird nichts.
Neun Sorten täglich. Roggenmischbrot und Bauernkruste laufen im 24-Stunden-Sauerteig, das Dinkelvollkorn kommt ganz ohne Hefe aus. Freitags zusätzlich Walnussbrot.
Schrippen, Körner-, Roggen- und Dinkelbrötchen. Die erste Fuhre liegt um sechs in der Auslage, danach wird alle zwei Stunden nachgebacken — auch um halb fünf nachmittags noch.
Unser Aushängeschild: Brezeln, Laugenstangen und Laugenecken mit Butter. Jede Brezel wird von Hand geschlungen, in echter Natronlauge gebadet und mit grobem Meersalz bestreut.
Nussschnecken, Franzbrötchen, Butterhörnchen und Apfeltaschen. Der Plunderteig wird mit echter Butter touriert, 27 Lagen, über zwei Tage. Margarine kommt uns nicht in die Backstube.
Streuselkuchen und Bienenstich vom Blech, Käsekuchen nach dem Rezept der Großmutter. Torten für Geburtstage und Hochzeiten auf Bestellung — bitte drei Tage vorher anrufen.
Vier Stehtische am Fenster. Filterkaffee, Cappuccino, belegte Brötchen mit Käse, Schinken oder Rührei. Sonntags gibt es das Frühstücksbrett für zwei.
Eine Maschine schafft dreitausend Brezeln in der Stunde und macht sie alle gleich. Wir schaffen dreihundert und keine ist wie die andere — die Arme mal dicker, mal dünner, der Bauch mal gedrungener. Genau das erkennt man beim Reinbeißen: außen die zähe Laugenkruste, innen weich und salzig.
Gebadet wird in echter Natronlauge, nicht in der abgeschwächten Variante aus dem Eimer. Das ist die einzige Art, wie die typische dunkle Farbe und der Geschmack entstehen.
Neben dem festen Sortiment steht jeden Tag ein anderes Brot in der Auslage. Es lohnt sich, früh zu kommen — meistens ist es mittags weg.
Täglich außerdem im Regal: Roggenmischbrot, Weizenmischbrot, Dinkelkruste, Bauernkruste, Vollkorntoast und das Sechskornbrot.
Weizen und Dinkel kommen aus der Mühle in Hattingen, gut zwanzig Kilometer von hier. Wir wissen, auf welchen Feldern das wächst.
Der Ofen läuft, wenn andere schlafen. Nur so liegt um sechs wirklich frisches Brot in der Auslage und nicht die Ware von gestern.
Unsere Sauerteigbrote stehen 18 bis 24 Stunden. Das kostet Zeit und Platz, macht das Brot aber bekömmlicher und haltbarer.
Mehl, Wasser, Salz, Sauerteig. Was in einem Brot sonst noch drin ist, steht auf dem Schild daneben — fragen Sie ruhig nach.
Wilhelm Mustermann hat den Laden 1954 aufgemacht, damals noch mit einem einzigen kohlebefeuerten Ofen und einem Lieferrad. Der Ofen ist längst ersetzt, das Rad hängt heute als Deko über der Theke.
In zweiter Generation hat sein Sohn den Verkaufsraum umgebaut und die Konditorei dazugenommen. Seit 2011 führt Katrin Mustermann den Betrieb — Bäckermeisterin, in dritter Generation, und die Erste in der Familie, die den Sauerteig konsequent auf lange Gare umgestellt hat.
Sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein Laden, keine Filialen. Das soll auch so bleiben.
„Ein Brot braucht Zeit, und die kann man ihm nicht abkaufen. Wer schneller backen will, muss etwas hineinschütten, das die Zeit ersetzt. Genau das machen wir nicht.“
Für Torten, größere Bestellungen und Brot für Feiern rufen Sie am besten an. Alles andere gibt es einfach über die Theke.
Anfahrt: Die Straßenbahnhaltestelle liegt direkt vor der Tür, vor dem Laden sind zwei Kurzzeitparkplätze. An Feiertagen haben wir wie sonntags geöffnet, an Heiligabend bis 13 Uhr. Der Betriebsurlaub steht jeweils ab Januar im Schaufenster.